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Das Dorf Niederkassel, erstmals 1599 urkundlich erwähnt als "Neddercassel", konnte seine Struktur als bäuerliches Straßendorf wesentlich länger erhalten als die damalige Ortschaft Oberkassel. Während Oberkassel zum vornehmen Wohngebiet aufstieg und Heerdt weiter industrialisiert wurde, blieb das landwirtschaftlich geprägte Niederkassel von der großstädtischen Entwicklung Düsseldorfs gänzlich unbeeinflußt. Dies änderte sich erst mit dem Bau der Theodor-Heuss-Brücke in den 60er Jahren, welcher neue Wohnflächen im Norden erschloß und das Dorf endgültig zu einem Vorort Düsseldorfs machte.
Gut nachvollziehen läßt sich der ursprünglich ländliche Charakter Niederkassels am Straßenzug Alt-Niederkassel, der von einer Reihe alter Backstein- und Fachwerkhäusern und -höfen, die zum großen Teil unter Denkmalschutz stehen, gesäumt ist.

 

 

Café am Nußbaum",
Alt-Niederkassel 32
Das malerisch wirkende Giebelhaus mit Putzfassade und altem Walnußbaum vor der Front entstand um 1867. Den Namen "Café am Nußbaum" trägt es seit 1952, als das Wohnhaus zu einem Speiseeiscafé mit Kaffeewirtschaft und Flaschenbiervertrieb umgebaut wurde. Ab 1971 kannte man das Café als Sherrybodega, seit 1990 wird es als das italienische Feinschmeckerlokal "Osteria Saitta am Nußbaum" geführt.

 

 

 

 

Kornhaus,
Alt-Niederkassel 65
Aus dem 17 Jh. stammt dieses hervorragend erhaltene Fachwerkhaus, welches damit zu dem ältesten erhaltenen Gebäude des Ortsteils Niederkassel zählt. Als sogenanntes "Kornhaus" wird es vor allem für kulturelle Veranstaltungen genutzt.

 

 

 

 

Gastwirtschaft "Im alten Bierhause",
Alt-Niederkassel 75

Das eingeschossige, gelb gestrichene Giebelhaus mit sehr hohem Satteldach und grünen Klappläden ist wahrscheinlich das älteste erhaltene Haus in Niederkassel. Zumindest besagt dies die Giebelinschrift, die es auf das Jahr 1641 datiert. Als Gastwirtschaft "Im altem Bierhause" wird es bereits seit 1853 in fünfter Generation der Familie Meuser geführt, was auf eine traditionsreiche Geschichte zurückblicken läßt. So wird erzählt vom kunstsammelnden Hermann Meuser, der Maler wie Hubert Ritzenhofen, Theo Champion, Walter Cleff nach Niederkassel holte und deren Bilder erwarb. Für die ewighungrigen Künstler führte er in den 1920er Jahren den legendären Speckpfannekuchen ein. Auch heute noch wird der Besucher in den beiden Gaststuben "Grote Stoov" und "Poßwage" in die Vergangenheit des dörflichen Lebens zurückversetzt. Ein Ort, der auf lebendige Weise mehr über die Geschichte Niederkassels vermittelt als manches Museum!

 

 


Brauhaus Albrecht und Brennerei Schmittmann,
Niederkasseler Str. 104
Das bei weitem älteste Unternehmen im linksrheinschen Düsseldorf ist die seit 1818 bestehende Brennerei Gebr. Schmittmann. Das denkmalgeschützte Stammhaus, ein zweigeschossiger Putzbau mit Krüppelwalmdach, gilt als eines der wenigen erhaltenen Hofhäuser Niederkassels. Heute kann man dort in das "Brauhaus Albrecht" einkehren.

 
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Weiterführende Literatur >>
 
 
  Architektur-Rundgang
Oberkassel
Niederkassel