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Liebe Christen,
"Das Brot
soll so geschaffen sein, dass der Priester es in mehrere Teile brechen
kann, die er wenigstens einigen Gläubigen reicht. (Allgemeine
Einführung in das Messbuch, ABM 283."
Es wird also vorausgesetzt, dass der Priester eine mehr oder weniger
große Hostie bei der Eucharistiefeier verwendet, die sich
dann auch in sinnvolle Teile (Partikel) brechen lässt. Wir
möchten dieses Brotbrechen mit wenigen Ausführungen erklären.
Der Hausvater bricht beim jüdischen Mahl das Segensbrot in
mehrere Teile und reicht es jedem Tischgenossen. In dieser Tradition
stehend bricht Jesus mit einer neuen Deutung, "Das ist mein
Leib" beim Abschieds-mahl (Mk 14, 22 und 1 Kor 11, 24) das
Brot und reicht es seinen Jüngern.
In der urchristlichen Gemeinde in Jerusalem steht "Brotbrechen"
für Eucharistie (Apostelge-schichte 2, 42 und öfter).
Das eine Brot symbolisiert die Gemeinschaft im Leib Christi (1 Kor
10, 16) und bringt die Verbundenheit mit dem Haupt, das Christus
ist, sinnfällig zum Ausdruck. Schon um 700 brauchte man relativ
viel Zeit, um das Brot zu brechen. Dazu wurde ein Begleitgesang
geschaffen, das "Lamm Gottes" Agnus Dei, das solange wiederholt
wurde, wie die Brotbrechung dauerte. Seit dieser Zeit ist das "Lamm
Gottes" üblich, auch wenn der Priester seine eigene etwas
größere Hostie als die der Gläubigen einmal zerbricht
und ein kleines Stückchen von der einen Hälfte in den
Kelch senkt. Im 9. und 10. Jahrhundert wird es dann üblich,
kleine Hostien zu backen, weil die großen Gemeinden das nötig
machten. Das Brechen der großen Hostie ist hörbar, und
so wird dieser schöne Brauch durch Übertragungsanlagen
im großen Gotteshaus wahrnehmbar.
Wir neigen in der abendländischen Christenheit zur Vereinzelung.
Das zeigt sich schon äußerlich, wenn man in relativ schwach
besuchten Gottesdiensten beobachten muss, dass fast jeder Gläubige
eine Bank für sich und - wir dürfen das ein wenig spitz
formulieren - sich die anderen vom Hals hält. Diese individualistische
Position, die möglicherweise nicht nur äußerlich
geübt
wird, sondern auch in einer inneren Haltung bestehen könnte
"Der Herr und ich" und nicht "Der Herr und wir",
darf uns nicht zur Tagesordnung übergehen lassen. Kirche ist
von ihrer Entstehung her Gemeinschaft.
Wenn also der
Priester die große Hostie verwendet, werden wenigstens an
die 15 bis 18 Christenleute ein Stück des gebrochenen Brotes
empfangen können. Wir bleiben aber bei dem guten Brauch, dass
die Kommunikanten vor der hl. Messe ihre Hostie in die Schale legen,
denn zum wiederholten Mal sei es gesagt, schreibt die liturgische
Ordnung vor, dass möglichst keine in einer anderen Messe konsekrierten
Hostien ausgeteilt werden sollen. Im Idealfall sollen im Tabernakel
nur einige wenige konsekrierte Brotstücke für die Kranken,
die Sterbenden und für die eucharistische Anbetung aufgehoben
werden.
Zu einer guten
Tradition ist bei uns der Verkauf der Osterkerzen geworden. Es geht
uns hierbei nicht um einen Verkaufserlös. Wir geben die Kerzen
zum Selbstkostenpreis weiter. Es geht um das sinnvolle Symbol der
kleinen Osterkerze, ein Zeichen für den auferstandenen Christus.
Am Samstag, 13. März können Sie Osterkerzen in verschiedenen
Größen vor der Abendmesse kaufen, am Sonntag, 14. März,
vor und nach den Eucharistiefeiern.
Die Osternacht ist das höchste Fest, dass wir Christen feiern.
Schon heute möchte ich ein werbendes Wort für die Osternacht
in der Herrgottsfrühe einlegen. Wir feiern in die aufgehende
Sonne hinein, ein schönes und wichtiges Zei-chen. Einmal im
Jahr für Christus früh aufstehen um seine Auferstehung
mitfeiern. Sicherlich ist die Eucharistiefeier um 6.00 Uhr ein kleines
Opfer, aber was ist das im Vergleich mit dem Op-fer, das der Herr
für uns getan hat
Ihr Pastor Michael
Dederichs
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