KATHOLISCHE KIRCHENGEMEINDE
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St. Antonius + St. Anna Aktuell

Sonntag 7. März 2010

Kath. Kirchengemeinde St. Antonius
Friesenstraße 81, 40545 Düsseldorf-Oberkassel

Telefon 0211 - 57 79 00-0
Telefax
0211 - 57 79 00-20
Internet www.st-antonius-oberkassel.de
E-Mail st.antonius@oberkassel.de

 

Liebe Christen,

"Das Brot soll so geschaffen sein, dass der Priester es in mehrere Teile brechen kann, die er wenigstens einigen Gläubigen reicht. (Allgemeine Einführung in das Messbuch, ABM 283."
Es wird also vorausgesetzt, dass der Priester eine mehr oder weniger große Hostie bei der Eucharistiefeier verwendet, die sich dann auch in sinnvolle Teile (Partikel) brechen lässt. Wir möchten dieses Brotbrechen mit wenigen Ausführungen erklären. Der Hausvater bricht beim jüdischen Mahl das Segensbrot in mehrere Teile und reicht es jedem Tischgenossen. In dieser Tradition stehend bricht Jesus mit einer neuen Deutung, "Das ist mein Leib" beim Abschieds-mahl (Mk 14, 22 und 1 Kor 11, 24) das Brot und reicht es seinen Jüngern.
In der urchristlichen Gemeinde in Jerusalem steht "Brotbrechen" für Eucharistie (Apostelge-schichte 2, 42 und öfter). Das eine Brot symbolisiert die Gemeinschaft im Leib Christi (1 Kor 10, 16) und bringt die Verbundenheit mit dem Haupt, das Christus ist, sinnfällig zum Ausdruck. Schon um 700 brauchte man relativ viel Zeit, um das Brot zu brechen. Dazu wurde ein Begleitgesang geschaffen, das "Lamm Gottes" Agnus Dei, das solange wiederholt wurde, wie die Brotbrechung dauerte. Seit dieser Zeit ist das "Lamm Gottes" üblich, auch wenn der Priester seine eigene etwas größere Hostie als die der Gläubigen einmal zerbricht und ein kleines Stückchen von der einen Hälfte in den Kelch senkt. Im 9. und 10. Jahrhundert wird es dann üblich, kleine Hostien zu backen, weil die großen Gemeinden das nötig machten. Das Brechen der großen Hostie ist hörbar, und so wird dieser schöne Brauch durch Übertragungsanlagen im großen Gotteshaus wahrnehmbar.
Wir neigen in der abendländischen Christenheit zur Vereinzelung. Das zeigt sich schon äußerlich, wenn man in relativ schwach besuchten Gottesdiensten beobachten muss, dass fast jeder Gläubige eine Bank für sich und - wir dürfen das ein wenig spitz formulieren - sich die anderen vom Hals hält. Diese individualistische Position, die möglicherweise nicht nur äußerlich
geübt wird, sondern auch in einer inneren Haltung bestehen könnte "Der Herr und ich" und nicht "Der Herr und wir", darf uns nicht zur Tagesordnung übergehen lassen. Kirche ist von ihrer Entstehung her Gemeinschaft.

Wenn also der Priester die große Hostie verwendet, werden wenigstens an die 15 bis 18 Christenleute ein Stück des gebrochenen Brotes empfangen können. Wir bleiben aber bei dem guten Brauch, dass die Kommunikanten vor der hl. Messe ihre Hostie in die Schale legen, denn zum wiederholten Mal sei es gesagt, schreibt die liturgische Ordnung vor, dass möglichst keine in einer anderen Messe konsekrierten Hostien ausgeteilt werden sollen. Im Idealfall sollen im Tabernakel nur einige wenige konsekrierte Brotstücke für die Kranken, die Sterbenden und für die eucharistische Anbetung aufgehoben werden.

Zu einer guten Tradition ist bei uns der Verkauf der Osterkerzen geworden. Es geht uns hierbei nicht um einen Verkaufserlös. Wir geben die Kerzen zum Selbstkostenpreis weiter. Es geht um das sinnvolle Symbol der kleinen Osterkerze, ein Zeichen für den auferstandenen Christus. Am Samstag, 13. März können Sie Osterkerzen in verschiedenen Größen vor der Abendmesse kaufen, am Sonntag, 14. März, vor und nach den Eucharistiefeiern.
Die Osternacht ist das höchste Fest, dass wir Christen feiern. Schon heute möchte ich ein werbendes Wort für die Osternacht in der Herrgottsfrühe einlegen. Wir feiern in die aufgehende Sonne hinein, ein schönes und wichtiges Zei-chen. Einmal im Jahr für Christus früh aufstehen um seine Auferstehung mitfeiern. Sicherlich ist die Eucharistiefeier um 6.00 Uhr ein kleines Opfer, aber was ist das im Vergleich mit dem Op-fer, das der Herr für uns getan hat…

Ihr Pastor Michael Dederichs

 
 

Kath.wiedereintritt@oberkassel.de

 

Haben Sie Fragen zum

- Wiedereintritt in die Kirche ?
- Mitgliedschaft in der katholischen Kirche ?

 

Gerne stehen wir Ihnen zum Gespräch zur Verfügung!

 

Pfarrer Michael Dederichs
Msgr. Wilhelm Terboven
Gemeindereferentin Julia Thiele